Rätselraten um die Widmung bei Beethovens Für Elise
Die schönsten Momente

Bagatelle No. 25 in A minor, WoO 59 ("Für Elise")

Beethoven präsentiert die schönsten Momente aus Für Elise
Ich bin Ludwig van Beethoven, und hier erzähle ich dir von den schönsten Momenten meines Klavierstücks Für Elise. Du erfährst, warum ein kleines Stück, das ich im April 1810 geschrieben habe, bis heute ein Rätsel birgt: Niemand weiß sicher, wer diese Elise eigentlich war. Auf dieser Seite lernst du von mir und meinen Komponistenkollegen, unsere Stücke zu erkennen, sobald sie erklingen, und das kannst du gleich  im Trainer ausprobieren .
---

Zwei Töne, die nicht wissen, was sie wollen

Ich fange ganz leise in a-Moll an, mit zwei Noten, die sich im Dreiachteltakt hin und her wiegen wie jemand, der unschlüssig vor dem Kühlschrank steht. Das ist das Thema, das du vermutlich schon kennst, und weil das Stück ein Rondo ist, kommt es später immer wieder vorbei, wie ein Gast, der sich in der Tür noch einmal umdreht.

Wenn plötzlich die Sonne durchs Fenster kommt

Im ersten Mittelteil öffne ich sozusagen die Vorhänge: Aus dem düsteren Moll wird F-Dur, und dann geht es weiter nach C-Dur, als hätte nach einem Regentag jemand das Licht angeknipst. Später wird es noch einmal unruhiger, denn dann bin ich zurück in a-Moll und lasse das Stück schon ein bisschen wie ein Nachspiel klingen.

Das letzte Mal, versprochen

Am Ende lasse ich das bekannte Thema ein allerletztes Mal erklingen, und diesmal meine ich es ernst mit dem Abschied. Gedruckt gesehen habe ich das Stück zu meinen Lebzeiten übrigens nie, erst 1867 hat es Ludwig Nohl veröffentlicht, und ob der Titel Für Elise stimmt, kann niemand mehr nachprüfen, weil das Manuskript verschwunden ist.
---
Das war er also, mein kleiner Gang durch die schönsten Momente von Für Elise. Hat es dir Freude gemacht, das Stück noch einmal neu zu hören? Ich finde es immer wieder schön, dass ein so kurzes Stück so lange nachklingt. Es ist ja ein Stück, das ich nie veröffentlicht habe, und trotzdem kennt es heute fast jeder. Erst 1867 hat der Gelehrte Ludwig Nohl es drucken lassen, vierzig Jahre nach meinem Tod. Wer Elise eigentlich war, weiß bis heute niemand sicher, und ich lasse das Geheimnis gern ein wenig im Raum stehen. Gerade das macht es für mich reizvoll, dass man immer wieder neue Vermutungen anstellen kann. Es gibt also noch viel mehr an Für Elise zu entdecken, als ich in diesem kleinen Rückblick erzählen konnte. Da ist zum Beispiel die Frage nach dem verschollenen Manuskript, das niemand mehr gesehen hat, seit Nohl es erwähnte. Und es lohnt sich, das Rondo einmal selbst am Klavier auszuprobieren, denn die beiden Hände finden sich erstaunlich schnell zurecht. Wenn du neugierig geworden bist, klick einfach auf die Links hier in der Nähe und stöbere weiter. Ich wünsche dir dabei viel Freude, und vielleicht summst du auf dem Weg schon wieder die ersten Töne vor dich hin.