Verwirrspiel am Hochzeitstag bei Mozarts Le Nozze di Figaro
Die schönsten Momente
Le nozze di Figaro, K. 492, opera in four acts (1786)

Ich bin Mozart, und ich zeige dir hier die schönsten Momente aus meiner Oper Le Nozze di Figaro. Du erlebst einen einzigen Tag auf dem Schloss des Grafen Almaviva, an dem die Diener ihrem Herrn stets einen Schritt voraus sind, und genau das macht die Musik so lebendig. Auf dieser Seite bringen dir meine Komponistenkollegen und ich bei, unsere Stücke sofort zu erkennen, wenn du sie hörst, also probier den Trainer aus .
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Ein Anfang mit Feuer unter den Sohlen
Ich beginne meine Ouvertüre in D-Dur und im Presto, also gleich mit Tempo, denn ich finde, dass man dem Publikum nicht erst zehn Minuten zum Hinsetzen schenken muss. Eine Durchführung gibt es bei mir nicht, ich springe direkt von den Themen zu ihrer Wiederkehr, ungefähr wie jemand, der beim Buch das langweilige Mittelstück überblättert, und so spielt man das Stück auch gern allein im Konzert.
Ein Junge fragt nach der Liebe
Ich lasse im zweiten Akt den jungen Cherubino ein Lied singen, das er für die Gräfin geschrieben hat, und gleich am Anfang fragt er alle Damen, ob sie wissen, was Liebe ist. Ihm selbst ist abwechselnd heiß und kalt, mal Genuss, mal Qual, und weil er so aufgeregt ist, bleibt es in B-Dur bei einer kurzen Arietta, die eine Mezzosopranistin singt, obwohl er doch ein Junge ist.
Ein Graf auf Knien
Ich lasse am Ende des vierten Akts den Grafen niederknien und mit den Worten „Contessa, perdono“ um Verzeihung bitten, nachdem er im dunklen Garten ausgerechnet seine eigene Frau umworben hat. Sie verzeiht ihm, und alle acht Sänger fallen ein, als hätte nach einem sehr langen Tag endlich jemand das Fenster aufgemacht, und zum Schluss lade ich sogar noch alle zum Tanzen ein.
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Hat es dir gefallen, die schönsten Momente aus Le Nozze di Figaro kennenzulernen? Ich hoffe, du hörst jetzt ein bisschen anders hin, wenn die Ouvertüre losprescht oder wenn Cherubino mit seiner Frage nach der Liebe vor den Damen steht. Und doch habe ich dir nur einen kleinen Teil dieses Tages auf dem Schloss des Grafen gezeigt. Es gibt noch viel mehr zu entdecken: das lange Finale im zweiten Akt, in dem acht Figuren durcheinanderwirbeln, die Gerichtsszene, in der sich Figaros Herkunft klärt, und die nächtlichen Verwechslungen im Garten. Am Ende steht die Bitte des Grafen um Verzeihung, und die Gräfin schenkt sie ihm, was ich bis heute für einen der schönsten Augenblicke der Oper halte. Wenn du Lust bekommen hast, mehr zu hören und zu erfahren, dann klick einfach auf die Links hier in der Nähe. Dort findest du weitere Aufnahmen und Hintergründe zu Le Nozze di Figaro, und ich freue mich, wenn du dich darin ein wenig verlierst.
