Klein aber fein mit Mozarts Eine kleine Nachtmusik
III. Menuetto Allegretto
Serenade No. 13 in G major, K. 525 ("Eine kleine Nachtmusik")

Ich bin Wolfgang Amadeus Mozart, und ich nehme dich jetzt mit in das III. Menuetto Allegretto aus Eine kleine Nachtmusik. Du hörst einen Tanz im Dreivierteltakt, der in G-Dur beginnt und im Trio nach D-Dur wechselt, und gerade dieser Farbwechsel lohnt sich, weil das Menuett danach wie ein vertrauter Gast zurückkehrt. Dass du unsere Stücke erkennst, sobald sie erklingen, bringen dir meine Kollegen und ich hier bei, und du kannst es gleich im Trainer ausprobieren .
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Zu fünft auf der Tanzfläche
Hör beim III. Menuetto Allegretto zuerst auf die beiden Geigen, denn sie tragen fast immer die Melodie, die du leicht mitsummen kannst. Die Bratsche füllt in der Mitte den Klang auf, und Cello und Kontrabass geben unten den Schritt vor, auf dem alles andere tanzt. Achte auf den gleichmäßigen Dreierschlag, eins, zwei, drei, denn daran erkennst du, dass hier getanzt wird, auch wenn du dabei ganz still sitzen bleibst. Mehr musst du nicht tun: Zähl im Kopf mit und merk dir die erste Melodie, denn sie kommt später noch einmal zu dir zurück.Ein Name mit Tanzschuhen
Menuetto nenne ich den Satz, weil er ein Tanz ist, und ein Tanz gehört in eine Serenade, die für den Abend gedacht war. Allegretto ist die Tempoangabe und heißt so viel wie munter, aber ohne Hast, also ein wenig gemächlicher als ein richtiges Allegro. In meinem Werkverzeichnis stehen eigentlich zwei Menuette mit Trio, doch das erste ist verloren, weil ein Blatt meiner Handschrift fehlt. Dieses hier ist deshalb das einzige, das du noch hören kannst, und es trägt diese Verantwortung mit erstaunlich leichten Schritten.Ein belegtes Brot mit Musik
Die Form dieses Satzes ist ein Menuett mit Trio, wie es sich für einen Tanzsatz gehört. Zuerst erklingt das Menuett in G-Dur, dann folgt das Trio in D-Dur, und zum Schluss kommt das Menuett noch einmal zurück. Das ist ein bisschen wie ein belegtes Brot: Außen steckt das Vertraute, und in der Mitte liegt etwas, das ein wenig anders schmeckt. Ich führe dich gleich durch jeden dieser Teile einzeln, damit du siehst, wie sie zusammen eine kleine Geschichte erzählen.Abschnitt 1: Der Auftritt im Festsaal
Das Menuett beginnt in G-Dur und im Dreiertakt, und die Melodie tritt gleich selbstbewusst und heiter auf. Das Tempo ist Allegretto, die Schritte sind also flott genug, um fröhlich zu wirken, und doch bleibt noch Zeit für eine elegante Verbeugung. Die Geigen führen an, und die tiefen Streicher setzen darunter kräftig und gleichmäßig die Schritte. Die Stimmung ist offen und festlich, als hätte jemand gerade die Türen zum Saal geöffnet und alle dürften hereinkommen.Abschnitt 2: Ein Seitenausgang nach D-Dur
Mit dem Trio wechsle ich in die Tonart D-Dur, und du hörst sofort, dass der Raum ein anderer geworden ist. Die Musik klingt hier ruhiger und ein wenig zarter, fast so, als hätten sich ein paar Tänzer in eine stille Ecke zurückgezogen. Der Dreierschlag bleibt dabei erhalten, nur wirkt er weicher und weniger auftrumpfend als im ersten Teil. Gerade durch diesen Gegensatz macht das Trio das Menuett, das danach wiederkommt, noch vertrauter.Abschnitt 3: Alles auf Anfang
Nach dem Trio kehrt das Menuett zurück, und mit ihm kommt auch das G-Dur wieder nach Hause. Du kennst die Melodie jetzt schon, und es macht Freude, sie wiederzuerkennen, als würdest du einem guten Bekannten im Gedränge zuwinken. Die Stimmung ist wieder die heitere vom Anfang, nur fühlt sie sich nach dem Ausflug ins D-Dur ein wenig runder an. So endet der Tanz so selbstverständlich, wie er begonnen hat, und danach folgt nur noch das Rondo als Finale.Bühne frei, Musik ab
Jetzt bist du an der Reihe: Drück auf Play und lass dich einfach von diesem Menuetto Allegretto mitnehmen. Du musst nichts Besonderes wissen, aber vielleicht fällt dir beim Hören wieder ein, worauf wir geachtet haben, etwa auf den Dreierschlag oder den Wechsel nach D-Dur. Warte ruhig auf den Moment, in dem das erste Thema zurückkehrt, denn dann merkst du, dass du die Musik längst verstehst. Ich hoffe, dass dich dieser Tanz beim Zuhören so froh macht, wie er mich beim Schreiben gemacht hat.---
Damit endet meine kleine Führung durch das III. Menuetto Allegretto aus Eine kleine Nachtmusik. Hat dir der Blick auf dieses Menuetto gefallen? Vielleicht hörst du den Tanz jetzt mit anderen Ohren, wenn das G-Dur zum Trio in D-Dur wechselt und danach wieder zurückfindet. Ein Menuett im Dreivierteltakt ist eben ein Tanz, und man muss kein Tänzer sein, um den Schritt darin zu spüren. Eine kleine Nachtmusik hat aber noch viel mehr zu bieten, als in diesem einen Satz Platz fand. Es gibt noch andere Seiten dieser Serenade zu entdecken, von der Geschichte hinter dem Titel bis zu den übrigen Sätzen. Klick dich gern durch die Links, die ich dir hier bereitgelegt habe, und lerne Eine kleine Nachtmusik noch ein Stück besser kennen. Ich würde mich freuen, wenn du beim nächsten Hören wieder ein wenig Neues darin findest.
