Mit Apfel und Armbrust bei Rossinis William Tell Overture
Die schönsten Momente
William Tell Overture

Ich bin Gioachino Rossini, und hier präsentiere ich dir die schönsten Momente meiner William Tell Overture. Du hörst, wie die Trompeten den berühmten Galopp eröffnen, den viele aus The Lone Ranger kennen, und erfährst, dass in meiner Oper gar keine Reiter dazugehören. Auf dieser Seite zeigen dir meine Komponistenkollegen und ich außerdem, wie du unsere Stücke erkennen kannst, sobald sie erklingen, und du kannst es im Trainer gleich ausprobieren .
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Fünf Cellos und kein Frühstück
Ich eröffne meine William Tell Overture ohne jeden Lärm, nur mit fünf Solo-Cellos, den Kontrabässen und ein paar ganz leisen Paukenwirbeln, die wie fernes Grollen klingen. Das Stück dauert etwa zwölf Minuten, und weil dieser erste von vier Teilen so langsam und still beginnt, darfst du ruhig noch einmal gähnen, bevor ich dir den Himmel zuziehe.
Erst Gewitter, dann Kühe
Kaum hast du dich an die Ruhe gewöhnt, lasse ich das ganze Orchester als Sturm auf dich los, und am Ende bleibt nur eine einzelne Flöte übrig, als hätte sie als Einzige den Regenschirm dabeigehabt. Danach kommt der Ranz des vaches, eine Art Kuhruf, bei dem erst das Englischhorn und dann die Flöte eine friedliche Hirtenmelodie spielen, und ein Triangel klingelt dazu, als wäre nie etwas gewesen.
Die Pferde kamen erst später
Den Schluss eröffne ich mit Trompeten, und dieser schnelle Galopp erzählt vom Sieg der Schweizer über die österreichische Unterdrückung, auch wenn du dabei vermutlich ganz andere Bilder im Kopf hast. In meiner Oper kommt nämlich kein einziges Pferd vor, die galoppierenden Reiter hat erst viel später der Lone Ranger dazugebracht, der genau diesen Teil als seine Erkennungsmelodie benutzt hat.
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Hat dir dieser Streifzug durch die schönsten Momente meiner William Tell Overture gefallen? Für mich bleibt es ein besonderes Stück, denn es steht am Anfang meiner letzten Oper, der letzten von neununddreißig. Danach habe ich noch fast vierzig Jahre gelebt und weiter komponiert, nur eben nicht mehr für die Opernbühne. Wenn du die Overture heute hörst, klingt darin für mich auch ein wenig Abschied mit, auch wenn sie am Ende so schwungvoll davonprescht. Über dieses Stück gibt es noch viel mehr zu entdecken, als ich hier erzählen konnte. Du kannst zum Beispiel erfahren, wie Berlioz, der meine Werke sonst gar nicht mochte, die Overture beurteilt hat. Oder du hörst nach, wie Liszt sie 1838 für das Klavier umgeschrieben hat. Klick dich dafür einfach durch die Links, die ich dir hier bereitgelegt habe, und lass dich ein Stück weiter in meine Musik hineinziehen. Ich freue mich, wenn du beim nächsten Hören noch etwas Neues darin findest.
