Leidenschaft pur bei Beethovens Appassionata
Die schönsten Momente

Piano Sonata No. 23 in F minor, Op. 57 ("Appassionata")

Beethoven präsentiert die schönsten Momente aus Appassionata
Ich bin Ludwig van Beethoven, und hier hörst du die besten Momente meiner Appassionata. Du erlebst, wie diese Sonate aus einem leisen, dunklen Grollen in einen wilden Aufschrei umschlägt und am Ende nicht im Triumph, sondern in der Tragödie landet. Damit du unsere Stücke bald sofort wiedererkennst, üben meine Kollegen und ich mit dir auf dieser Seite, und  der Trainer wartet schon  auf dich.
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Der Keller macht auf

Ich beginne den ersten Satz, das Allegro assai, ganz unten auf dem tiefsten F meines neuen Erard-Klaviers. Das Thema schleicht leise und unheilvoll in Oktaven los, und dann geht ein punktiertes Arpeggio erst abwärts und wieder aufwärts, so als würde jemand nachts auf Zehenspitzen zum Kühlschrank gehen und bei jedem Knarren erstarren.

Ein Thema wie ein Butterbrot

Ich habe für das Andante con moto in Des-Dur ein Thema geschrieben, das so schlicht ist wie ein Butterbrot ohne alles, nämlich nur gewöhnliche Akkorde in Phrasen von vier und zwei Takten. Gerade weil es so friedlich und unscheinbar daherkommt, kann ich daraus vier Variationen machen, ohne dass es dir unterwegs langweilig wird.

Zwölfmal klingeln und dann die Tür eintreten

Ich stürze mich ins Finale mit einem verminderten Septakkord auf B, den ich gleich zwölfmal hintereinander anschlage, wie jemand, der Sturm klingelt und partout nicht glauben will, dass keiner zu Hause ist. Danach läuft der Satz in F-Moll fast ohne Atempause weiter, und wer auf eine gemütliche Kaffeepause hofft, ist bei diesem Stück an der falschen Adresse.
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Jetzt hast du die Stellen gehört, die mir in dieser Sonate am wichtigsten sind, vom tiefsten F bis zum letzten Akkord. Am Ende wartet kein Triumph, sondern ein Schluss in f-Moll, in dem die Arpeggien nach unten wegsinken. Ich finde, dass genau darin die Wahrheit dieses Stücks liegt. Hat es dir Freude gemacht, die besten Momente der Appassionata kennenzulernen? Ich hoffe, dass du beim nächsten Hören die eine oder andere Stelle wiedererkennst und vielleicht schon ein wenig vorausahnst, was gleich passiert. Und es gibt noch viel mehr zu entdecken. Den Namen Appassionata habe ich zum Beispiel nie benutzt, ein Verleger hat ihn erst 1838 auf eine vierhändige Bearbeitung gesetzt, lange nach meinem Tod. Meine Handschrift liegt heute in Paris, und wer sie sich ansieht, findet darin viele Streichungen und Änderungen, die zeigen, wie hart ich um diese Noten gerungen habe. Wenn du neugierig geworden bist, klick einfach auf die Links hier in der Nähe. Dort kannst du tiefer in die Appassionata eintauchen und noch mehr über ihre Geschichte und ihre Klänge erfahren.