Fanfaren am Nil bei Verdis Aida
Die schönsten Momente

Aida, opera in four acts (1871)

Verdi präsentiert die schönsten Momente aus Aida
Ich bin Giuseppe Verdi, und ich zeige dir hier die schönsten Momente meiner Oper Aida. Du erlebst das Schlussduett O terra addio, in dem Aida und Radamès im Grab leise Abschied nehmen, und diese Zartheit nach all dem Prunk der Oper ist die Zeit wert. Unsere Stücke zu erkennen, sobald sie erklingen, bringen dir meine Komponistenkollegen und ich hier bei, und du kannst es sofort  im Trainer ausprobieren .
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Sechs Trompeten und kein Parkplatz

Wenn ich den Triumphal March im zweiten Akt beginnen lasse, bläst zuerst eine Reihe langer Trompeten, die ich nach meinen Recherchen über altägyptische Instrumente extra für die Uraufführung bauen ließ, sechs Stück an der Zahl. Mit gewöhnlichen Trompeten hätte es auch geklappt, aber wer ein siegreiches Heer einziehen lässt, will nicht, dass es klingt wie der Auftakt zum Gemeindefest.

Ein General hat Besseres zu tun

Ich lasse im ersten Akt bei Celeste Aida den Feldherrn Radamès ganz allein beginnen, leise und beinahe zärtlich, als wollte er niemanden im Palast aufwecken. Da soll ein Mann in den Krieg ziehen und denkt trotzdem nur an Aida, was seinem Oberbefehlshaber vermutlich nicht gefallen würde.

Verabredung am Fluss

Ich schicke Aida im dritten Akt ans Ufer des Nils, und O patria mia beginnt so verhalten, als fürchtete sie, im Schilf könnte jemand mithören. Sie sehnt sich nach ihrer Heimat, und man hört in diesen ersten Takten, dass an diesem Flussufer bald jeder etwas von ihr will, nur sie selbst darf nichts wollen.
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Jetzt hast du die schönsten Momente aus Aida gehört, und ich merke, wie sehr es mir gefällt, dich noch einmal durch diese Musik zu begleiten. Dabei fällt mir ein, dass ich bei der Uraufführung im Dezember 1871 in Kairo gar nicht dabei war. Ich musste mich damals darauf verlassen, dass die Musik ohne mich ihren Weg findet. Heute freut es mich besonders, dass sie ihn tatsächlich gefunden hat, bis in die großen Opernhäuser Europas und nach New York. Hat dir dieser Streifzug durch Aida gefallen? Und ist dir vielleicht aufgefallen, wie eng in dieser Oper das Große und das Leise beieinanderliegen, der Jubel des Triumphmarsches und die stille Zweisamkeit am Ende? Es gibt noch viel mehr an Aida zu entdecken, zum Beispiel die Arien von Aida selbst, die Rolle der eifersüchtigen Amneris oder die Szene am Nil, in der sich alles zuspitzt. Wenn du neugierig geworden bist, klick einfach auf die Links, die ich dir dazugelegt habe, und hör weiter hinein. Ich wünsche dir dabei viel Freude, und vielleicht entdeckst du dabei einen Moment, der für dich ganz allein klingt.