Talahon Eurovisionsfanfare Königshype Wissen zu Charpentiers Te Deum Prelude
Die Backstory
Te Deum in D major, H. 146: I. Prelude

Was geht, Bruder, hier redet Charpentier höchstpersönlich, und ich drop dir jetzt mal die wilde Hintergrundstory zu meinem Te Deum Prelude, wallah! Zieh dir rein, wie mein fetter Kracher für französische Siegesfeiern im Neunjährigen Krieg erstmal jahrhundertelang verschollen chillt und dann plötzlich als berühmte Eurovision-Hymne komplett Fernsehen übernimmt, Digga, das feierst du anders hart, Mashallah! Wenn du unsere Stücke beim Hören sofort erkennen willst, Alter, start mal direkt den Trainer , weil ich zeig dir hier auf der Seite zusammen mit den anderen Komponisten wie das safe läuft, Habibi!
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Hopsgenommen in Paris, Digga!
Ey Lan, komm ran hier, ich hab in Paris zwischen 1688 und 1698 als Musik-Boss in Jesuitenkirche Saint-Louis komplett den Laden geschmissen, kein Film! Nebenbei geb ich noch entspannt Kompositions-Nachhilfe für Philippe d'Orleans, diesen Herzog von Chartres und Neffen vom Über-Babo König Louis XIV, läuft bei mir, Brudi! Meine originalen Zettel, also meine Meslanges autographes mit Band 10, Heft 62, chillen heute fett in Bibliotheque nationale de France und stammen laut den Schlauköpfen so von 1691 bis 1692, wallah! Da hab ich mein riesiges Werk Te Deum in D major, H. 146 rausgehauen, und dieses Te Deum Prelude macht ganz ohne Gesang direkt den krassen Türöffner, Atze!Schlachtfeld-Vibes und dicke Hose, Habibi!
Warum ich damals so hart eskaliert bin, fragst du dich safe, Alter, wir hatten Neunjährigen Krieg am Laufen und Frankreich wollte für fetten Sieg komplett Danke sagen, zack! Keiner weiß mehr hundertprozentig, wann genau Premiere war, aber die meisten tippen auf Party nach Schlacht bei Steenkerque im August 1692, oder vielleicht doch erst für Vertrag von Turin 1696, ehrlich! Wer bei der allerersten Sause den Taktstock geschwungen hat, steht auch nirgends auf Papier, aber als Chef in Saint-Louis war das safe mein Job, die Jungs da vorne anzufeuern, Bro! Ich hab in meinem Buch Regles de composition ja selber reingeschrieben, dass D-Dur mies fröhlich und brutal kriegerisch ballert, also perfekte Tonart für so Sieges-Rausch, Mashallah!Vier Versuche, einmal komplett Randale, Brudi!
Hör zu, Digga, vier Versionen vom Te Deum sind von mir noch am Start, nämlich H. 145, H. 146, H. 147 und H. 148, aber nur eins davon macht komplett Abriss! Bloß bei H. 146 hol ich Trompeten und Pauken aus dem Schrank, damit die Wände in der Kirche wackeln wie im miesesten Club, Lan! Diese Nummern mit dem H davor hab übrigens nicht ich mir ausgedacht, sondern so ein amerikanischer Musik-Nerd namens Hugh Wiley Hitchcock hat 1982 Katalog über meinen ganzen Kram gedroppt, korrekt von ihm! Ohne dieses fette Blech und das Geballer auf den Kesseln wär das Te Deum Prelude nur halb so wild, aber so knallt der Marche en rondeau im Zweiertakt dir direkt die Synapsen weg, schwöre!Keine Ein-Mann-Show, Alter!
Du glaubst vielleicht, nach dem Intro ist schon Schicht im Schacht, Brudi, aber komplett falsch gedacht, das ganze Stück geht locker fünfundzwanzig Minuten, wallah! Für das Te Deum Prelude schick ich erstmal nur meine Instrumental-Truppe mit Flöten, Oboen, Trompete, Pauken, Streichern und Basso continuo vor, damit alle direkt wach sind, Habibi! Danach stürmen aber noch acht Solo-Sänger und gemischter Chor auf die Bühne und brettern zehn weitere Teile auf Latein raus, richtiges Mammut-Projekt, Atze! Wer also hergeht und labert, mein ganzes Werk wär nur für Instrumente ohne Stimme, erzählt komplett Müll und hat null Plan vom Leben, echt cringe!Lully-Gerüchte komplett Hops, Lan!
Alter, weißt du, was mich richtig auf Palme bringt, wenn irgendwelche Lappen behaupten, Jean-Baptiste Lully hätte meinen Übersong geschrieben, geht's noch?! Klar, der Typ war damals mein Konkurrent in Paris und hat 1677 sein eigenes Ding mit Nummer LWV 55 rausgebracht, aber mein Brett ist tausendmal stabiler, Bro! Wenn im Fernsehen die dicke Fanfare losgeht, hörst du hundert Prozent meine Handschrift und null Komma null von diesem Rivalen, merk dir das, Digga! Ich lass mir doch nicht mein krassestes Baby klauen, nur weil paar Leute in Musikgeschichte gepennt haben, safe nicht!Zweihundertfünfzig Jahre Tiefschlaf, Mashallah!
Nachdem ich 1704 den Löffel abgegeben hab, Brudi, haben die Leute meine Noten einfach eiskalt verstauben lassen, komplett ehrenlos! Über zweihundert Jahre hat kein Mensch mein Meisterwerk gepumpt, bis 1953 dieser französische Musik-Detektiv Carl de Nys mein altes Manuskript wieder ausgegraben hat, Ehre! Direkt im selben Jahr 1953 geht Dirigent Louis Martini für das Label Erato ins Studio und ballert mit Orchestre de Chambre des Concerts Pasdeloup und Chorale des Jeunesses Musicales de France erste Aufnahme raus, zack! Vier Jahre später, also 1957, haut Walter Kolneder bei Universal Edition in Wien endlich die erste gedruckte Partitur auf den Markt, und ab da ging mein Hype komplett durch die Decke, wallah!Vom Kirchen-Banger ins Fernsehen, Atze!
Jetzt halt dich fest, Habibi, 1954 kommt die European Broadcasting Union um die Ecke und sucht mega Erkennungsmelodie für ihr neues Eurovision-Fernsehnetzwerk! Ein Typ namens Guy Lambert schnappt sich einfach die ersten acht Takte aus meinem Te Deum Prelude, bastelt Arrangement draus, und bäm, fertig ist die Laube, Digga! Am 6. Juni 1954 jagen die meinen Sound zum allerersten Mal live vom Fete des Narcisses in Montreux über die Bildschirme in die Wohnzimmer, krass oder?! Manche denken heute echt, ich hätte das im zwanzigsten Jahrhundert extra als TV-Jingle komponiert, voll cringe, dabei ist der Track über zweihundertfünfzig Jahre älter als jede Glotze, Lan!Weltweiter Ruhm ohne mein Wissen, Bro!
Seit dieser Aktion nennen alle mein Stück nur noch Eurovision Anthem oder Eurovision Theme, läuft komplett rückwärts und bergab vor lauter Erfolg, Alter! Jedes Mal, wenn Eurovision Song Contest oder Neujahrskonzert aus Wien im Kasten flimmert, hören Millionen Leute als Erstes mein dickes Intro, stabil! Hätte mir damals an der Orgel in Paris einer gesteckt, dass halb Europa bei meinen acht Takten vorm Sofa strammsteht, ich hätt den ausgelacht, Brudi! Jetzt kennst du die komplette Story hinter meinem Hit, also mach Anlage auf Anschlag und gönn dir mein Geballer, yallah!---
Ey Digga, mal ehrlich unter Brüdern, hat meine wilde Story hinter meinem Te Deum Prelude dein Kopf jetzt komplett geflasht oder was, wallah? Glaub bloß nicht, wir sind hier schon fertig, Habibi, weil rund um mein Te Deum Prelude gibts safe noch mies viele krasse Ecken zum Auschecken, Mashallah! Yallah, mach kein Auge, Atze, sondern fetz direkt unten auf die Links drauf und gönn dir den ganzen Rest zu meinem Te Deum Prelude, zack, Abfahrt, Lan!
