Pathos unter der Lupe bei Beethovens Piano Sonata No. 8 in C minor, Op. 13, "Pathétique"
Die schönsten Momente
Piano Sonata No. 8 in C minor, Op. 13

Ich bin Ludwig van Beethoven, und hier erzähle ich dir von den schönsten Momenten meiner Klaviersonate Nr. 8 in c-Moll, Op. 13, der „Pathétique“. Du hörst, wie ich schon 1798 in einer Sonate für Klavier allein den Ernst des Anfangs und die Wärme des Mittelsatzes so eng zusammenrücke, dass daraus ein einziges Drama wird. Auch meine Komponistenkollegen und ich bringen dir auf dieser Seite bei, unsere Stücke beim Hören zu erkennen, und mit dem Trainer kannst du gleich damit anfangen.
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Erst die schwere Tür, dann die Rakete
Ich beginne die Sonate mit einem Grave, mit langsamen, wuchtigen Akkorden, die sofort klarmachen, dass hier niemand gemütlich Tee trinken will. Danach geht es im Allegro di molto e con brio los: Die rechte Hand schießt wie eine Rakete über zwei Oktaven nach oben, während die linke darunter in zitternden Oktaven grollt.
Durchatmen auf dem weichen Sofa
Ich lasse im Adagio cantabile nach dem Sturm des ersten Satzes eine ruhige, singende Melodie in As-Dur erklingen, die sich anfühlt wie ein weiches Sofa nach einem langen Tag. Diese Melodie kommt im Satz dreimal wieder, und sie ist so eingängig, dass Billy Joel viel später den Refrain seines Songs "This Night" darauf gebaut hat.
Gute Ideen werfe ich nicht weg
Ich eröffne das Rondo: Allegro in c-Moll mit einem Thema, das dem zweiten Thema aus dem ersten Satz verdächtig ähnlich klingt, und ja, wenn mir eine Idee gefällt, verwende ich sie gern noch einmal. Dazu setze ich immer wieder kräftige Sforzando-Akzente, und dadurch klingt der Satz, als würde er beim Davonlaufen ab und zu energisch mit dem Fuß aufstampfen.
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Das waren nun einige der schönsten Momente meiner Sonate Pathétique, und ich hoffe, sie haben Ihnen so viel Freude gemacht wie mir beim Schreiben. Ich selbst war damals etwa siebenundzwanzig und wollte in dieser Musik zeigen, wie viel Gefühl in einem einzigen Klavier steckt. Haben Ihnen diese Streifzüge durch die Pathétique gefallen? Es gibt in diesem Werk nämlich noch viel mehr zu entdecken, etwa die Art, wie das Rondo am Ende leise an die Melodie des zweiten Satzes erinnert und so die drei Sätze miteinander verbindet. Auch die Frage, wer eigentlich den Titel gewählt hat, ist bis heute nicht ganz geklärt. Wenn Sie Lust bekommen haben, tiefer einzutauchen, klicken Sie einfach auf die Links, die Sie hier finden. Und wenn Sie die Sonate danach noch einmal hören, achten Sie vielleicht auf die kleinen Dinge, die Ihnen beim ersten Mal entgangen sind.
Aufnahme: Daniel Veesey, CC0
