Landpartie mit Beethovens Symphony No 6
Die schönsten Momente
Symphony No. 6 in F major, Op. 68 ("Pastoral")

Ich bin Ludwig van Beethoven, und hier erwarten dich die schönsten Momente meiner Symphony No 6. Du hörst, wie am Ende des zweiten Satzes Flöte, Oboe und Klarinetten zu Nachtigall, Wachtel und Kuckuck werden, und ich habe die drei Vögel sogar in die Partitur geschrieben. Wie du unsere Stücke erkennen kannst, wenn sie erklingen, zeigen dir meine Komponistenkollegen und ich hier auf der Seite, also probier den Trainer aus .
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Aussteigen und erst einmal durchatmen
Ich beginne den ersten Satz, das I. Allegro ma non troppo, mit einer schlichten, fast volkstümlichen Melodie in F-Dur, die klingt, als stiege jemand aus dem Zug und sähe zum ersten Mal seit Wochen keine Hochhäuser. Die kleinen Motive wiederholen sich ganz gemütlich, denn auf dem Land hat offenbar niemand einen Termin, und ich habe mir vorgenommen, das Orchester dabei nicht zur Eile anzutreiben.
Ein Bächlein, das nie Feierabend macht
Ich lasse im II. Andante molto moto die Celli, in mehrere Stimmen geteilt und mit Dämpfern versehen, ein Wasser plätschern, das einfach nicht müde werden will. Der 12/8-Takt wiegt alles sanft hin und her, sodass man am liebsten die Schuhe auszieht und die Füße hineinhängt.
Wenn das halbe Dorf zum Tanzen kommt
Ich lade im III. Allegro zum fröhlichen Beisammensein der Landleute ein, und der Tanz im Dreivierteltakt beginnt zunächst leise und fast verschmitzt. Es ist, als wollten die Gäste erst einmal abwarten, wer sich als Erster auf die Tanzfläche traut, bevor alle anderen mitmachen.
Der Himmel verliert die Geduld
Ich zeige im IV. Allegro, dass der schöne Spaziergang vorbei ist, denn das Dorffest bricht ab und das Gewitter beginnt sofort, in düsterem f-Moll. Die Pauken donnern, die Piccoloflöte lässt es blitzen, und die Posaunen setzen einen riesigen Akkord dazu, der selbst die Tapfersten zum nächsten Unterstand schickt.
Danke, liebe Sonne
Ich lasse im V. Allegretto einen Hirtengesang erklingen, der nach dem Unwetter so erleichtert und dankbar klingt, als käme die Sonne hinter den Wolken hervor und jeder dürfte seinen Regenschirm wieder zusammenklappen. Die Melodie schaukelt ruhig im 6/8-Takt dahin, und nach all dem Lärm davor fühlt sie sich an wie ein sehr langes, zufriedenes Ausatmen.
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Ich hoffe, es hat dir Freude gemacht, die schönsten Momente meiner Symphony No 6 noch einmal mit mir zu durchwandern. Wenn ich daran zurückdenke, wie ich 1808 im Frühjahr und Sommer an dieser Musik gearbeitet habe, dann steckt für mich darin vor allem eines: das Gefühl, draußen zu sein und endlich aufzuatmen. Ich habe ausdrücklich betont, dass es mir um die Empfindungen geht, die die Natur in uns weckt, und nicht darum, Bilder zu malen. Genau deshalb kannst du die Symphony No 6 so oft hören und entdeckst doch immer wieder etwas Neues. Es gibt nämlich noch viel mehr zu erkunden, als ich hier erzählen konnte. Du könntest zum Beispiel darauf achten, wie die letzten drei Sätze ohne Pause ineinander übergehen, sodass das Gewitter aus dem Tanz der Landleute herauswächst und am Ende in den Hirtengesang mündet. Oder du hörst in den Schluss des zweiten Satzes hinein und suchst die drei Vögel, die ich in der Partitur mit Namen genannt habe. Am Ende des letzten Satzes wird es ganz still, und zwei F-Dur-Akkorde schließen das Ganze ab, so als würde jemand leise die Gartentür hinter sich zuziehen. Wenn du Lust hast, weiterzuhören und mehr über diese Symphonie zu erfahren, dann klick gern auf die Links unten. Dort findest du weitere Aufnahmen und Hintergründe, mit denen du die Symphony No 6 noch ein Stück besser kennenlernen kannst. Ich wünsche dir viel Vergnügen dabei und einen schönen Spaziergang im Grünen, ob nun in der Musik oder draußen.
