Ein Gebet aus Schottland bei Schuberts Ave Maria
Die schönsten Momente

Ellens Gesang III in B-flat major, D. 839, Op. 52 No. 6

Schubert präsentiert die schönsten Momente aus Ave Maria
Ich bin Franz Schubert, und auf dieser Seite hörst du die schönsten Momente aus meinem Ave Maria. Du hörst, wie unter Ellens leisem Gebet das Klavier gleichmäßig wogt, und warum dieses Lied aus dem Jahr 1825 die Menschen bis heute so tief beruhigt. Auf dieser Seite bringen dir meine Komponistenkollegen und ich bei, unsere Stücke zu erkennen, sobald sie erklingen, und du kannst es gleich  im Trainer ausprobieren .
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Ein Bach ohne Terminkalender

Ich fange nicht mit einem Paukenschlag an, sondern lasse das Klavier erst einmal sanft vor sich hin wogen, ganz ohne Eile. Dann setzt die Singstimme ein, und man spürt sofort, dass hier niemand drängelt, denn Ellen aus Walter Scotts Gedicht betet, und zwar ganz leise.

Kleiner Ausflug aus der Wohlfühlzone

Ich lasse die Melodie in der Mitte ein wenig mutiger werden, sie steigt höher, und die Harmonien trauen sich ein Stück vom gewohnten Weg weg. Das Klavier wogt derweil unbeirrt weiter, wie jemand, der mitten im Familienstreit einfach in Ruhe seine Kartoffeln schält.

Heimkommen mit Umweg über die Hochzeit

Ich führe das Ganze am Ende zurück nach B-Dur, die Stimme wird immer leiser, und dann ist es, als hätte jemand behutsam die Tür hinter sich zugezogen. Die lateinischen Worte hat übrigens erst später jemand zu meiner Melodie gelegt, ich hatte 1825 nur Ellen im Kopf, und trotzdem hört man das Lied heute auf Hochzeiten, Beerdigungen und in Weihnachtsgottesdiensten.
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Hat es dir Freude gemacht, die schönsten Momente meines Ave Maria noch einmal mit mir zu durchwandern? Ich hoffe, du hast beim Zuhören ein wenig von der Ruhe gespürt, mit der Ellen in Walter Scotts Gedicht ihr Gebet singt. Mir liegt dieses Lied sehr am Herzen, und es ist erstaunlich, wie weit es seit dem Sommer 1825 gekommen ist. Damals habe ich es für eine Frauenstimme und Klavier geschrieben, und ich hätte nie gedacht, dass es einmal bei Hochzeiten, Trauerfeiern und Weihnachtsgottesdiensten erklingen würde. Dabei gibt es noch viel mehr zu entdecken. Zum Beispiel erzähle ich gern davon, wie die lateinischen Worte erst später zu meiner Melodie gefunden haben. Auch Franz Liszt hat das Lied für Klavier allein bearbeitet, gleich in drei Fassungen. Und wer neugierig ist, kann hören, wie es in Walt Disneys Fantasia von 1940 klingt. Klick am besten gleich auf die Links, die ich dir hier bereitgelegt habe, und geh weiter auf Entdeckungsreise durch das Ave Maria. Vielleicht hörst du dabei ja etwas, das dir beim ersten Mal entgangen ist.