Quellensuche mit Smetanas The Moldau
Die schönsten Momente

Vltava, JB 1:112/2

Smetana präsentiert die schönsten Momente aus The Moldau
Ich bin Bedřich Smetana, und auf dieser Seite führe ich dich durch die schönsten Momente meiner Moldau. Du hörst unter anderem die Stromschnellen von St. Johann, die heute unter dem Stausee von Štěchovice liegen und nur in meiner Musik noch über die Felsen tosen. Wie du unsere Stücke beim Hören erkennst, zeigen dir meine Komponistenkollegen und ich hier ebenfalls, also  probier den Trainer aus .
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Zwei Rinnsale im Streit ums Badezimmer

Ich beginne mit zwei Quellen, der Kalten und der Warmen Moldau, und die Flöten plätschern los, als würden zwei Geschwister noch klären, wer zuerst ins Bad darf. Dann fließen beide zusammen, die Streicher singen das große Hauptthema, und weil ich das alles völlig taub aufgeschrieben habe, hörte ich diesen Fluss nur in meinem Kopf rauschen.

Wald, Hochzeit, Nixen: ein voller Terminkalender

Ich führe die Moldau jetzt durch dichte Wälder und an einem Fest vorbei, auf dem es so lebhaft zugeht, dass der Fluss kurz überlegt, ob er nicht mitfeiern soll. Nachts scheint der Mond, die Wassernixen tanzen, und die Musik wird so leise und glitzernd, dass man beim Zuhören fast Angst hat, die Stimmung wegzuatmen.

Wildwasser mit Happy End

Ich schicke die Moldau am Schluss durch die Sankt-Johann-Stromschnellen, und dort wird sie so wild, dass man sich im Konzertsaal unwillkürlich an der Armlehne festhält. Danach zieht sie am Vyšehrad vorbei, dessen vier Töne noch einmal erklingen, und fließt breit Richtung Elbe davon, während die Stromschnellen heute unter dem Stausee von Štěchovice liegen und die Wildwasserfahrt nur noch im Orchester stattfindet.
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Am Ende fließt die Moldau an Vyšehrad vorbei, dem Felsen über dem Fluss, und macht sich auf den Weg zur Elbe. Die Musik verklingt dabei so, als würde der Fluss einfach weiterziehen, auch wenn ich ihm nicht mehr nachschaue. Die Stromschnellen bei St. Johann, die ich vorhin so wild habe tosen lassen, gibt es heute übrigens nicht mehr, weil der Stausee von Štěchovice sie überflutet hat. Die Musik bewahrt sie also an einem Ort, an dem sie das Wasser selbst nicht mehr zeigen kann. Mich bewegt bis heute, dass ich diese Klänge niederschrieb, ohne sie hören zu können. Als die Moldau 1875 zum ersten Mal in Prag erklang, war der Jubel sofort groß, und für mich ist das eines der schönsten Geschenke, die man einem Komponisten machen kann. Hat dir die Reise zu den besten Momenten der Moldau gefallen? Es gibt noch viel mehr an diesem Stück zu entdecken, zum Beispiel die alte Melodie, aus der mein Hauptthema stammt, oder die Wege, auf denen diese Musik später in Filmen und Liedern gelandet ist. Wenn du Lust hast, weiterzustöbern, dann klick dich einfach durch die Links hier auf der Seite. Und wenn du die Moldau das nächste Mal hörst, achte darauf, an welcher Stelle du selbst am Ufer stehen bleibst.

Aufnahme: Musopen Symphony, Public domain