Voll in die Tasten bei Tchaikovskys Piano Concerto No 1
Die schönsten Momente

Piano Concerto No. 1 in B-flat minor, Op. 23

Tchaikovsky präsentiert die schönsten Momente aus Piano Concerto No 1
Ich bin Tchaikovsky, und hier hörst du die schönsten Momente aus meinem Piano Concerto No 1. Du erlebst, wie im Finale das zarte zweite Thema, eine russische Volksweise, am Höhepunkt in strahlender Größe wiederkehrt, und allein für diesen Augenblick lohnt sich das ganze Konzert. Hier bringen dir meine Komponistenkollegen und ich auch bei, unsere Stücke zu erkennen, sobald sie erklingen, und  im Trainer  darfst du das gleich ausprobieren.
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Ein Auftritt mit Fanfare und ohne Wiederkehr

Ich beginne den ersten Satz, Allegro non troppo e molto maestoso, mit einem Hornmotiv aus vier Noten, und das Orchester setzt dazu so wuchtige Akkorde, dass man automatisch gerade sitzt. Das Seltsame daran: Diese große Einleitung steht in Des-Dur, kommt danach nie wieder vor, und das eigentliche Stück in b-Moll geht erst später los, als hätte ich einen prächtigen roten Teppich ausgerollt und dann einfach einen anderen Eingang genommen.

Erst ein Flötenlied, dann ein kleiner Streich

Wenn ich den zweiten Satz, Andantino semplice, beginne, lasse ich zuerst die Flöte eine ruhige Melodie singen, und danach antwortet ihr ein einzelnes Instrument, fast wie ein leises Gespräch zu zweit. Mitten im Satz wird es plötzlich flink und verspielt, und dort habe ich ein französisches Chanson versteckt, das "Il faut s'amuser, danser et rire" heißt, was frei gesagt so viel bedeutet wie: Jetzt wird nicht mehr nachgedacht, jetzt wird getanzt.

Der Schlusssatz kommt in Fahrt

Ich überschreibe den dritten Satz mit Allegro con fuoco, und das Wort "fuoco" meint wirklich Feuer, denn gleich zu Beginn steht ein ukrainisches Lied, das ordentlich Tempo macht. Zwischendurch lasse ich ein zärtliches russisches Volkslied auftauchen, damit alle kurz Luft holen können, und am Ende kehrt dieses Lied noch einmal strahlend groß zurück, wie ein Läufer, der auf der Zielgeraden extra winkt.
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Hat es dir Spaß gemacht, die schönsten Momente meines Klavierkonzerts Nr. 1 kennenzulernen? Ich hoffe, du hörst jetzt manche Stelle ein wenig anders, vom Hornmotiv am Anfang bis zu den Volksliedern im Finale. Mein Konzert hatte keinen leichten Start, denn Nikolai Rubinstein urteilte zuerst hart darüber, und ich wollte trotzdem keine einzige Note ändern. Später wurde ausgerechnet er zu einem überzeugten Fürsprecher des Werks, und ganz ohne Änderungen blieb es bei mir am Ende auch nicht. Es gibt also noch viel mehr über dieses Konzert zu entdecken: wie es entstanden ist, wie es in Boston zum ersten Mal erklang und wie ich es später noch einmal überarbeitet habe. Auch die Klavierstimme mit ihren zarten Figuren, ihren kraftvollen Oktaven und der Kadenz im ersten Satz lohnt einen zweiten, genaueren Blick. Klick dich gern durch die Links, die ich dir hier bereitgelegt habe, und geh auf eigene Faust weiter auf Entdeckungsreise durch mein Klavierkonzert Nr. 1. Vielleicht hörst du es danach gleich noch einmal von vorn und entdeckst dabei etwas, das dir beim ersten Mal entgangen ist.