Hoch zu Ross mit Wagner: Ride of the Valkyries
Die schönsten Momente
Ride of the Valkyries, WWV 86B

Ich bin Richard Wagner, und hier hörst du die besten Momente aus meiner Ride of the Valkyries. Du erfährst, warum ich dieses Stück zuerst nicht allein im Konzert spielen lassen wollte und es 1877 in London doch selbst dirigierte, sogar mit einer Zugabe. Auf dieser Seite lernst du von mir und meinen Komponistenkollegen, unsere Stücke beim Hören zu erkennen, und das kannst du gleich im Trainer ausprobieren .
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Ein Anfang mit Anlauf
Ich eröffne den dritten Akt nicht mit einem Knall, sondern lasse die Begleitung Schicht um Schicht anwachsen, bis sich der Vorhang über einem Berggipfel hebt. Das klingt wie ein Zug, den man schon lange hört, bevor er in den Bahnhof einfährt, und oben auf dem Berg warten bereits vier von Brünnhildes acht Schwestern.
Acht Frauen, ein Schlachtruf
Ich lasse jetzt die übrigen vier Walküren dazustoßen, während das Orchester die berühmte Melodie trägt und die Walküren ihren Schlachtruf darüber singen. Dazu mische ich Brünnhildes Kriegsruf aus dem zweiten Akt, und weil ich mit Ensembles in den ersten drei Ring-Opern sonst geize (nur die Rheintöchter im Rheingold singen noch gemeinsam), darf hier ausnahmsweise einmal im Chor gerufen werden.
Erst verboten, dann zweimal gespielt
Ich habe mir den Ritt für die Oper auf etwa acht Minuten ausgedacht, im Konzertsaal kommt er mit drei aus, und als man ihn dort spielen wollte, nannte ich das eine völlige Indiskretion und verbot es. Nach dem Ring in Bayreuth habe ich das Verbot aufgehoben und den Ritt im Mai 1877 in London selbst dirigiert, und weil es so schön war, gleich noch einmal als Zugabe, so schnell kann ein Komponist seine Grundsätze vergessen.
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Damit bin ich am Ende meines Ritts angekommen, und ich hoffe, die schönsten Momente aus dem Walkürenritt haben dir ebenso viel Freude gemacht wie mir. Hat dir der Streifzug durch die besten Stellen des Walkürenritts gefallen? Mir geht es dabei immer ähnlich: Ich höre das Stück noch einmal und entdecke wieder eine Wendung, die mir vorher nicht aufgefallen ist. Es gibt nämlich noch viel mehr zu entdecken. Man kann etwa der Frage nachgehen, wie das Stück auf die Konzertbühne kam, obwohl ich es zunächst gar nicht allein aufgeführt wissen wollte. Auch die Wege, auf denen die Musik später in Filmen und im Alltag gelandet ist, sind eine eigene Geschichte wert. Und wer mag, kann sich anschauen, wie ich in jener Zeit in Zürich lebte, als diese Musik entstand. Wenn du Lust hast, weiterzustöbern, dann klick einfach auf die Links unten und tauche noch tiefer in den Walkürenritt ein. Ich wünsche dir viel Vergnügen dabei, und vielleicht hören wir uns beim nächsten Stück wieder.
