Fryderyk Chopin
Komponist
1810 – 1849

Ich bin Fryderyk Chopin, Komponist und Pianist, und ich freue mich, dass du bei mir vorbeischaust. Auf dieser Seite erzähle ich dir die Geschichte meines Lebens, von meiner Kindheit in Polen bis zu meinen Jahren in Paris. Meine Kollegen und ich zeigen dir hier, wie du unsere Stücke erkennst, sobald du sie hörst, und probier es gleich im Trainer .
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Ein Franzose in Polen und ein Kind am Klavier
Ich wurde am 1. März 1810 in Żelazowa Wola geboren, in einem Land, das damals Herzogtum Warschau hieß. Mein Vater Mikołaj stammte aus Lothringen und arbeitete in Polen als Hauslehrer, meine Mutter hieß Tekla Justyna Krzyżanowska. Von 1816 bis 1821 unterrichtete mich Wojciech Żywny, ein gebürtiger Tscheche, der mein erster richtiger Musiklehrer war. Ab 1823 besuchte ich das Warschauer Lyzeum, und im Herbst 1826 begann ich drei Jahre Studium bei Józef Elsner am Konservatorium.Abschied mit Koffer und ohne Rückfahrkarte
Am 2. November 1830 verließ ich Warschau, und ich ahnte nicht, dass ich Polen nie wieder sehen würde. Am 5. Oktober 1831 kam ich in Paris an, wo ich für den Rest meines Lebens blieb. Mein erstes Konzert dort gab ich am 26. Februar 1832 in den Salons von Pleyel. Von da an war Paris mein Zuhause.Paris, die Salons und das liebe Geld
In Paris lebte ich gut davon, dass ich meine Werke veröffentlichen ließ und reichen Schülern Klavierunterricht gab. Auf der Bühne stand ich dagegen selten, denn in meinem ganzen Leben gab ich kaum mehr als dreißig öffentliche Konzerte. Die Salons waren der Ort, an dem mich Paris zuerst hörte. Für einen Pianisten ist das erstaunlich wenig.Alles mit Klavier, und zwar nur mit Klavier
Bei mir kommt in jedem Stück das Klavier vor, Symphonien oder Opern habe ich nie geschrieben. Dafür gibt es zwei Klavierkonzerte, Mazurken, Walzer, Polonaisen, Balladen, Etüden, Préludes, Scherzi und natürlich Nocturnes. Das Nocturne in Es-Dur ist dafür ein gutes Beispiel: Die linke Hand wiegt ruhig hin und her, und darüber singt die rechte eine Melodie, als würde jemand im Halbdunkel leise vor sich hin summen. Man muss nichts über Musik wissen, um zu spüren, wie dieses Stück einen langsam zur Ruhe bringt.Eine geplatzte Verlobung und ein Winter im Kloster
Von 1836 bis 1837 war ich mit Maria Wodzińska verlobt, doch aus der Verbindung wurde nichts. Ebenfalls 1836 lernte ich die Schriftstellerin George Sand kennen, und unsere Beziehung dauerte bis 1847, wobei man bis heute nicht genau weiß, wann aus uns ein Paar wurde. Vom 8. November 1838 bis zum 13. Februar 1839 verbrachten wir den Winter auf Mallorca im Kloster von Valldemossa, und dort habe ich meine 24 Préludes fertig geschrieben. Den Beinamen Raindrop für das Prélude Nr. 15 habe ich übrigens nie vergeben, denn ich habe keinem dieser Stücke einen Titel gegeben.Letzter Auftritt und leiser Abschied
Meine Beziehung mit George Sand ging 1847 zu Ende. Ein Jahr später, 1848, gab ich in Paris mein letztes Konzert. Am 17. Oktober 1849 starb ich in Paris, wenige Minuten vor zwei Uhr nachts. Ich wurde nur 39 Jahre alt, und es ist schon erstaunlich, wie viel Musik in so wenige Jahre passt.Das Herz in Warschau, der Rest in Paris
Begraben wurde ich auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris. Mein Herz dagegen liegt in der Heilig-Kreuz-Kirche in Warschau, sodass wenigstens ein Teil von mir doch noch heimgekehrt ist. Pianistinnen und Pianisten spielen meine Stücke bis heute auf der ganzen Welt. Dass ich fast nur für ein einziges Instrument geschrieben habe, hat meinem Nachruhm offenbar nicht geschadet.Was ich dir mitgeben möchte
Ich möchte dir einen ruhigen Augenblick schenken, in dem du nichts leisten musst. Setz dich am Abend hin, spiel das Nocturne in Es-Dur ab und lass die Melodie einfach laufen. Du brauchst keine Vorkenntnisse, nur ein bisschen Zeit und offene Ohren. Und wenn du danach ein wenig Heimweh nach einem Ort hast, an dem du noch nie warst, dann habe ich mein Ziel erreicht.---
Hat es dir Freude gemacht, mehr über mein Leben zu erfahren, von meiner Kindheit in Żelazowa Wola bis zu meinen Jahren in Paris? Auf dieser Seite kannst du nun eines meiner Werke entdecken, das Nocturne in E flat major, das ich ganz für das Klavier geschrieben habe. Klick einfach auf die Links unten, und lass dich von dieser Musik in die Stille eines Abends mitnehmen.
Nocturne in E flat major
Nocturne in E-flat major, Op. 9 No. 2
