Zwei Jahrzehnte Anlauf mit Brahms' Symphony No 1
Die schönsten Momente

Symphony No. 1 in C minor, Op. 68

Brahms präsentiert die schönsten Momente aus Symphony No 1
Ich bin Brahms, und hier hörst du die schönsten Momente meiner Symphonie Nr. 1. Im Finale kehrt der Alphornruf wieder, den ich 1868 Clara Schumann zum Geburtstag geschickt habe, und er klingt dort so weit wie ein Ruf über die Berge. Wie du unsere Stücke beim Hören erkennst, zeigen dir hier auch meine Kollegen und ich, also  probier den Trainer aus .
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Anklopfen mit dem Vorschlaghammer

Ich beginne den ersten Satz mit unerbittlichen Paukenschlägen, und wer sich auf einen gemütlichen Nachmittag eingestellt hat, sitzt sofort etwas aufrechter. Die langsame Einleitung gab es anfangs noch gar nicht, denn als Clara Schumann und Albert Dietrich 1862 einen Entwurf zu sehen bekamen, fehlte sie noch, und die habe ich erst später nachgeliefert.

Jetzt darf die Oboe ans Mikrofon

Ich lasse dich im zweiten Satz erst einmal tief durchatmen, denn nach dem Gewitter der Pauken kommt ein ruhiges E-Dur, das sich Zeit nimmt wie ein langer Spaziergang. Die Oboe singt ein weit ausholendes Thema, und weil ich niemanden benachteiligen wollte, dürfen auch die anderen Holzbläser und eine Geige ihren kleinen Solo-Auftritt haben.

Der Satz, der nicht schwer sein will

Ich schicke im dritten Satz keinen Donner mehr los, sondern ein leichtes, anmutiges As-Dur, das eher wie ein Scherzo daherkommt als wie ein Drama. Nach dem großen Kampf ist das eine echte Verschnaufpause, und du darfst ruhig ein bisschen lächeln, ohne dass sich jemand im Saal nach dir umdreht.

Die Posaunen haben endlich Dienst

Ich hole im letzten Satz zum ersten Mal die Posaunen hervor, die vorher geduldig geschwiegen haben, und sie spielen nach dem Alphorn-Thema einen feierlichen Choral. Das hymnenhafte Hauptthema erinnert an die Ode an die Freude aus Beethovens Neunter, aber wenn mich jemand darauf anspricht, zucke ich nur unwirsch mit den Schultern.
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Gut zwanzig Jahre habe ich an dieser Symphonie gearbeitet, und es fühlt sich schön an, dass du dir nun ein paar Minuten für ihre besten Momente genommen hast. Wenn ich zurückschaue, höre ich vor allem den Weg von der dunklen Stimmung in c-Moll bis zum hellen Schluss in C-Dur. Dieser Weg war für mich nie selbstverständlich, denn die Schritte Beethovens habe ich lange im Rücken gespürt. Hat dir der Streifzug durch die schönsten Momente meiner Symphonie Nr. 1 gefallen? Ich hoffe es sehr, auch wenn ich weiß, dass eine solche Auswahl immer nur einen Teil zeigt. Es gibt nämlich noch vieles in meiner Symphonie Nr. 1 zu entdecken. Da ist zum Beispiel der Alphornklang, den ich Clara Schumann einst als Geburtstagsgruß geschickt habe, und da ist die Frage, warum Hans von Bülow mein Werk 1877 als „Beethovens Zehnte“ bezeichnet hat. Auch der dritte Satz hat seinen eigenen Reiz, denn er ist leichter und freundlicher als alles, was ihn umgibt. Wenn du neugierig geworden bist, klick doch einfach auf die Links hier in der Nähe. Dort kannst du tiefer in meine Symphonie Nr. 1 eintauchen und die Musik noch einmal ganz in Ruhe hören. Ich freue mich, wenn du dabei etwas findest, das dich berührt.