Jazz im Konzertsaal bei Gershwins Rhapsody in Blue
Die schönsten Momente
Rhapsody in Blue

Ich bin George Gershwin, und das hier sind die schönsten Momente aus meiner Rhapsody in Blue. Du hörst, wie sich Klavier und Orchester die Melodien zuspielen wie in einem lebhaften Gespräch, und wie schnell man sich an diesen Stellen zu Hause fühlt. Meine Komponistenkollegen und ich bringen dir auf dieser Seite auch bei, unsere Stücke zu erkennen, sobald sie erklingen, und ich lade dich ein, es im Trainer auszuprobieren .
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Ein Gähnen mit Karriere
Ich muss gleich gestehen, dass ich den berühmten Anfang gar nicht geplant habe: Der Klarinettist Ross Gorman hat in der Probe zum Spaß dieses lange, heulende Hochziehen gespielt, und ich habe ihn gebeten, es zu behalten. Seitdem beginnt mein Stück wie ein Gähnen, das sich zu einem Lachen auswächst, und es ist der beste Einfall, den ich nicht selbst hatte.
Die Mitte, in der niemand drängelt
Ich lasse es in der Mitte um C-Dur kreisen, und plötzlich wird alles weich und die Melodie singt breit und gemütlich, als hätte jemand im Saal das Licht ein wenig gedimmt. Leonard Bernstein mochte das Stück sehr, meinte aber, man könne die Teile umstellen oder kürzen, ohne dass etwas kaputtgeht, und ich verstehe das als Lob für meine lockere Bauweise.
Wieder vor der eigenen Haustür
Ich führe am Schluss alles zurück nach B-Dur, wo das Stück auch begonnen hat, so wie man nach einem langen Spaziergang doch wieder vor der eigenen Haustür steht. Bei der Uraufführung am 12. Februar 1924 in der Aeolian Hall hat das Publikum kräftig applaudiert, obwohl Paul Whiteman an dem Abend Geld verlor, und was ich am Klavier genau gespielt habe, weiß heute niemand mehr, weil ich einiges aus dem Stegreif erfunden habe.
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Ich hoffe, die schönsten Momente aus meiner Rhapsody in Blue haben dir gefallen, oder wie ist es dir beim Lesen ergangen? Wenn ich an dieses Stück zurückdenke, staune ich immer noch, wie viel in so kurzer Zeit entstanden ist und wie viele Menschen daran mitgewirkt haben. Mir gefällt, dass es bis heute nicht fertig erzählt ist: Schon die Uraufführung im Februar 1924 war zum Teil Improvisation, und so bleibt ein kleines Geheimnis, wie sie genau geklungen hat. Es gibt in der Rhapsody in Blue also noch einiges mehr zu entdecken, zum Beispiel wie Ferde Grofé sie für verschiedene Orchester eingerichtet hat, wie das Publikum und die Kritik darauf reagiert haben und wo man die Musik später überall wiedergehört hat. Wenn du neugierig geworden bist, klick dich einfach durch die Links, die du hier findest, und geh auf weitere Entdeckungsreise. Und wenn du das Stück das nächste Mal hörst, achte darauf, was dir diesmal zum ersten Mal auffällt.
Aufnahme: Paul Whiteman Orchestra with George Gershwin, piano, Public domain
