Wehmut im Cello-Klang bei Elgars Cello Concerto in E minor, Op. 85
II. Lento – Allegro molto
Cello Concerto in E minor, Op. 85

Ich bin Edward Elgar, und jetzt erkläre ich dir den zweiten Satz meines Cello Concerto in E minor, Op. 85, das Lento – Allegro molto. In nur etwa viereinhalb Minuten, dem kürzesten Satz des Konzerts, erlebst du, wie ein zögerndes, langsames Innehalten in einen raschen, unruhigen Lauf umschlägt. Hier zeigen dir meine Komponistenkollegen und ich, wie du unsere Stücke erkennst, sobald sie erklingen, und du kannst es gleich im Trainer testen .
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Wie du diesem Satz zuhörst
Ich empfehle dir, beim zweiten Satz meines Cello Concerto in E minor, Op. 85 vor allem dem Solocello zu folgen, denn es führt dich von der ersten bis zur letzten Note. Die Streicher des Orchesters tragen dabei die Bewegung, und manchmal färben die Holzbläser die Musik mit einem hellen Ton ein. Du musst dafür nichts über Musik wissen, es reicht, wenn du merkst, wann das Tempo anzieht und wann es sich wieder beruhigt. Der Satz dauert nur etwa 4½ Minuten, du kannst ihn also ohne Sorge in einem Zug hören.Warum der Satz so heißt, wie er heißt
Der Titel Lento – Allegro molto besteht aus zwei Tempoangaben, und genau das erzählt er auch. Lento bedeutet langsam, Allegro molto bedeutet sehr schnell, und ich wollte, dass man diese beiden Welten schon am Namen erkennt. Ich habe den Satz nicht mit einem romantischen Beinamen versehen, weil die Musik selbst deutlich genug zeigt, wie sie sich anfühlt. Der Strich zwischen den Wörtern ist dabei wie ein kleiner Wegweiser, der sagt: Hier geht es erst gemächlich los und dann in einem ganz anderen Tempo weiter.Die Form: kurz, aber mit Richtungswechsel
Die Form dieses Satzes zu finden, war eine eigene kleine Reise, denn ich wollte nichts in ein Schema pressen, das die Musik nicht braucht. Du kannst dir den Satz als zwei Hälften vorstellen: erst die langsame, dann die sehr schnelle. Diese Hälften gehen so nahtlos ineinander über, dass du den Wechsel eher spürst, als dass du ihn mitzählst. Ich nehme dich jetzt Abschnitt für Abschnitt mit, damit du genau weißt, woran du dich beim Hören festhalten kannst.Abschnitt 1: Das Lento, oder die Ruhe vor dem Lauf
Zu Beginn hat die Musik alle Zeit der Welt, denn das Lento ist langsam und fast schwebend. Das Cello klingt hier nachdenklich, als hätte es sich noch nicht entschieden, wohin die Reise gehen soll. Das Orchester hält sich zurück und lässt dem Solisten Raum, sodass ein Gefühl von leiser Spannung entsteht. Wenn du hier genau hinhörst, ahnst du schon, dass diese Ruhe nicht ewig dauern wird.Abschnitt 2: Das Allegro molto, oder jetzt wird gelaufen
Dann wechselt die Stimmung, denn mit dem Allegro molto setzt ein sehr schnelles Tempo ein. Das Cello spielt jetzt flinke, huschende Figuren, und die Musik wirkt leicht und beinahe verspielt. Das ist ein großer Gegensatz zur Wehmut, die den ersten Satz prägt, und der Kontrast macht diesen Abschnitt so reizvoll. Das Orchester bleibt dabei dicht an der Bewegung dran, ohne dem Cello die Hauptrolle zu nehmen.Abschnitt 3: Der Schluss, der gleich in den nächsten Satz führt
Gegen Ende bleibt die Musik lebendig und treibt auf einen entschlossenen Abschluss zu. Danach ist der Satz auch schon vorbei, und er ist damit der kürzeste der vier Sätze meines Konzerts. Gleich im Anschluss folgt das Adagio, das wieder ganz in die Ruhe zurückführt. So wirkt der zweite Satz wie ein kurzer, heller Moment zwischen zwei ernsten Gedanken.Jetzt bist du dran
Nun lade ich dich ein, den zweiten Satz, Lento – Allegro molto, selbst zu erleben. Drück auf Play und lass dich einfach von der Musik tragen. Vielleicht denkst du beim Hören an das, was ich dir erzählt habe, an das ruhige Lento und das flinke Allegro molto. Ich hoffe, du empfindest die Reise durch diesen Satz so spannend, wie ich es beim Komponieren getan habe.---
Jetzt bist du am Ende meines kleinen Hörführers durch den zweiten Satz angekommen, und ich hoffe, er hat dir gefallen. Hat es dir Freude gemacht, mehr über das Lento – Allegro molto aus meinem Cello Concerto in E minor, Op. 85 zu erfahren? Vielleicht klingt der Satz jetzt anders in deinen Ohren, wenn du ihn noch einmal hörst, mit dem leisen Zögern am Anfang und dem schnellen Davoneilen danach. Mein Cello Concerto in E minor, Op. 85 hat nämlich noch viel mehr zu bieten, als in diesen viereinhalb Minuten Platz findet. Es gibt drei weitere Sätze, und jeder von ihnen zeigt eine andere Seite des Stücks. Auch über die Geschichte dahinter und über die Aufnahmen, die das Konzert berühmt gemacht haben, gibt es noch einiges zu entdecken. Wenn du neugierig geworden bist, dann klick einfach auf die Links hier auf der Seite und stöbere weiter in meinem Cello Concerto in E minor, Op. 85. Ich wünsche dir dabei viel Freude und noch viele ruhige Augenblicke mit dieser Musik.
